Ein Citea wurde im Rahmen des Projekts SEB (Schnellladesysteme für Elektrobusse im ÖPNV) geliefert, das vom deutschen BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördert wurde. Die anderen vier Citea sind Teil des Projekts ZeEUS (Zero Emission Urban Bus System), gefördert von der Europäischen Kommission und koordiniert von der UITP. Im Rahmen beider Projekte – SEB und ZeEUS – werden die Citea Electric über einen längeren Zeitraum ausführlich getestet. Dies wird wertvolle praktische Informationen über den Einsatz elektrischer Bussysteme im städtischen Raum liefern.
Die VDL Citea Electric, die nach Münster geliefert wurden, sind jeweils mit einem seitlich am Dach des Busses angeordneten IFAS-Schnellladesystem ausgestattet. IFAS (Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen) ist ein Institut der RWTH Aachen, ebenso wie ISEA (Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe), welches beide Münsteraner Projekte koordinierte. Ein Roboterarm, der aus dem Dach eines Buswartehäuschens ausfährt, stellt automatisch Kontakt mit dem Ladesystem des Busses her. So kann innerhalb von vier bis sechs Minuten die Batterie mit einer maximalen Leistung von 500 kW aufgeladen werden. Die Firma Pintsch Bamag entwickelte die Leistungselektronik für die Stromversorgung. Der Citea des SEB-Projekts ist mit einer Hoppecke-Batterie ausgestattet. Die Citea Electric, die am ZeEUS-Projekt teilnehmen, haben eine Microvast-Batterie.
Die fünf Elektrobusse werden auf der Linie 14 eingesetzt und sollen diese somit nach Plan vollständig „elektrifizieren“. An den beiden Endhaltestellen dieser Linie befinden sich die Schnellladestationen. Eine weitere Schnellladestation gibt es im Busdepot. (ah)