Der Städtische Verkehrsbetrieb Krakau und Solaris Bus & Coach unterschrieben einen Pachtvertrag für diesen Zeitraum. Die Ergebnisse des Dauertests sollen dem Krakauer Verkehrsbetrieb bei der Entscheidung über einen Kauf einer größeren Zahl von Elektrobussen helfen. Das Fahrzeug ist mit Batterien mit einer Kapazität von 210 kWh ausgestattet. Ein Ladegerät mit einer Leistung von 100 kW, welches ebenfalls Solaris geliefert hat, wird den Batteriebus nachts im Depot laden. Eine der technologischen Innovationen im Bus ist die Nutzung der elektrischen Achse ZF AVE 130, in der zwei radnahe elektrische Motoren verbaut sind. Dank dieser Neuerung ist der Urbino electric noch leichter und kann eine größere Anzahl von Passagieren mit an Bord nehmen. Dank dieser Elektroachse ist auch die Zahl der stufenlos zugänglichen Sitzplätze größer als bei den Urbino-Bussen mit konventionellem Dieselantrieb, die den Krakauer Fahrgästen bereits sehr gut bekannt sind.
„In den nächsten Jahren scheinen die Investitionen in emissionsfreie ÖPNV-Fahrzeuge unausweichlich zu sein. Krakau schaltet sich ebenfalls in diesen gesamteuropäischen Trend ein, Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben aus den Stadtzentren zu verbannen. Einer der vielen Gründe dafür ist, dass die Emissionen von Verbrennungsmotoren die Hauptursache für den in Krakau auftretenden Smog sind, worüber sehr wenig gesprochen und geschrieben wird", unterstreicht Julian Pilszczek, Vorstandsvorsitzender des Städtischen Verkehrsbetriebs Krakau.
Der Elektrobus von Solaris wird auf der Linie 154 getestet, die von der Haltestelle Hauptbahnhof Ostseite nach Prądnik Biały führt. Die Ladung des Busses, die nachts erfolgen wird, reicht laut Solaris für den ganztägigen Betrieb des Fahrzeugs. Im Elektrobus gelten die gewöhnlichen Fahrkarten des Krakauer Nahverkehrs. Solaris verkaufte seine Batteriebusse bislang nach Klagenfurt (Österreich), Braunschweig, Düsseldorf und Hamburg (Deutschland) sowie Västerås (Schweden). (ah)