In den kommenden zwei Jahren werden rund 240 neue Anzeiger an Bus- und Tram-Haltestellen installiert. Zum Einsatz kommen dabei neu entwickelte, „schlanke“ Anzeiger, die wesentlich kostengünstiger zu beschaffen und zu betreiben sind als die bisher verwendeten Geräte, erklärt die MVG in einer Pressemitteilung. Nur so sei der weitere DFI-Ausbau überhaupt finanzierbar, nachdem das seinerzeitige Förderprogramm mit den bisher installierten Geräten ausgeschöpft gewesen sei.
Die neuen Anzeiger sind kompakter und leichter als ihre Vorgänger. Sie lassen sich aufgrund ihrer handlichen Ausmaße und des geringen Gewichts (fünf Kilogramm) unkompliziert und ohne eigenes Fundament an nahezu jedem Standort montieren. Hinzu kommt, dass sie vollkommen unabhängig von der bestehenden Infrastruktur funktionieren. So brauchen die engergieeffizienten LCD-Displays dank Batterie keinen eigenen Stromanschluss. Und auch die Datenversorgung erfolgt auf kostengünstige Weise: Die Anzeiger bekommen ihre Informationen aus dem MVG-Betriebszentrum nicht mehr über einen herkömmlichen Funkempfänger für den Betriebsfunk oder eine eigens zu verlegende Festleitung, sondern per UKW. Dazu kooperiert die MVG mit dem Bayerischen Rundfunk (BR). Für die Übertragung wird der so genannte Radio Data Channel (DARC) einer BR-Frequenz zur drahtlosen Übertragung der Echzeitdaten genutzt.
Der Funktionsumfang der neuen Anzeiger unterscheidet sich kaum von den bisher bekannten Geräten. Angezeigt werden bis zu drei Abfahrtszeiten (Countdown in Minutenschritten). Welche Haltestellen in den nächten zwei Jahren mit den neuen Geräten ausgestattet werden, wird unter anderem anhand des Kundenaufkommens ermittelt. Die Kosten der Anzeiger belaufen sich auf etwa zehn Prozent der bisher üblichen Summe.
MVG-Chef Herbert König: „Zwar hat sich die Bedeutung von DFI an den Haltestellen durch die erfolgreiche Einführung unseres Handy- und Internetdienstes ‚MVG live’ sowie der Verbreitung von Smartphones zwischenzeitlich etwas relativiert. Ein vollwertiger Ersatz für stationäre Anzeigen an den Haltestellen sind mobile Servicedienste jedoch noch nicht, da natürlich nicht jeder Fahrgast über ein internetfähiges Handy verfügt. Deshalb wurde auch von Kunden wie auch von Bezirksausschüssen immer wieder der weitere Ausbau der DFI an weiteren Haltestellen gefordert. Befragungen zeigen, dass die dynamischen Anzeigen sehr beliebt sind: 96 Prozent nutzen die DFI-Anzeigen bei Bus und Tram und 86 Prozent halten sie für unverzichtbar.“ (ah)