Die Skoda Group werde bis Ende 2026 insgesamt 52 neue Oberleitungsbusse liefern, teilte die Stadt Esslingen Ende März mit. Esslingen ist eine von nur drei deutschen Städten, in denen O-Busse verkehren. Für die Anschaffung der neuen Fahrzeuge erhalte man „Fördergelder in Höhe von 27,4 Millionen Euro“. Der Gemeinderat hatte im Dezember vergangenen Jahres die weitere Elektrifizierung des Esslinger ÖPNV mit Oberleitungsbussen beschlossen.
„Damit wird Esslingen binnen zwei Jahren eine der ersten Städte bundesweit mit einem emissionsfreien Nahverkehr“, betont Oberbürgermeister Matthias Klopfer. „In Sachen umweltfreundlicher Mobilität sind wir damit in ganz Deutschland ein absoluter Vorreiter.“ Insgesamt investiert die Stadt Esslingen nach eigenen Angaben rund 41,5 Millionen Euro in die Anschaffung der neuen Busse. Notwendig geworden war die erneute Vergabe durch die Insolvenz des belgischen Busherstellers Van Hool, bei dem die Stadt bereits im Jahr 2022 neue Oberleitungsbusse bestellt hatte.
„Da sich Energie- und Rohstoffpreise inzwischen wieder etwas erholt haben, ist das Angebot von Skoda sogar günstiger als die ursprüngliche Bestellung bei Van Hool“, erklärte Johannes Müller, Technischer Werksleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE). Zudem erhält die Stadt Esslingen vom Bundesverkehrsministerium für die weitere Elektrifizierung ihres Nahverkehrs Fördergelder in Höhe von 27,4 Millionen Euro.
Ausschlaggebend für die Vergabe des Auftrags an Skoda Electric waren laut der Stadt verschieden Kriterien – darunter etwa der Energieverbrauch der Batterieoberleitungsbusse. Bereits terminiert sind für die kommenden Wochen die ersten Planungsgespräche mit Skoda Electric, um die technischen Details zu klären. In etwas mehr als einem Jahr, voraussichtlich im Sommer 2026, erwartet der SVE dann die ersten gelieferten Busse. Pro Woche sollen dann rund fünf bis sechs weitere folgen, sodass der Auftrag bis Ende 2026 abgeschlossen ist.
Ingo Rust, Erster Bürgermeister von Esslingen, der für den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) zuständig ist, sagte: „Zusammen mit dem Ausbau unseres Oberleitungsnetzes um weitere fünf Kilometer tragen wir so einen bedeutenden Teil dazu bei, als Stadt bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen.“