Weitere 4,3 Millionen Fahrgäste seien Neuabonnenten, die den ÖPNV vorher mit Tickets aus dem so genannten Bartarif (z.B. Einzelfahrscheine) oder mit Zeitkarten ohne Abo (z.B. Monatskarten) genutzt hätten. Rund 700.000 Menschen sind komplett Neukunden, die den ÖPNV bislang kaum bis gar nicht nutzten. Durch die zusätzliche Nachfrage im Rahmen des Deutschland-Tickets sei die Auslastung im ÖPNV zwar gestiegen, so der VDV, allerdings führe das nicht zu Überlastungen. „Die bisherigen Bestellungen und Verkaufszahlen des Deutschland-Tickets bewegen sich in dem von uns prognostizierten Rahmen“, sagt VDV-Präsident Ingo Wortmann und meint, dass die Zahl derjenigen, die aus bestehenden Abos ins Deutschlandticket wechseln, in den kommenden Wochen noch deutlich steigen werde. „Besonders freut uns“, so Wortmann, „dass wir über 4 Millionen Kundinnen und Kunden erstmals von einem Abonnement überzeugen konnten, die bislang mit Tickets aus dem Bartarif oder mit Zeitkarten ohne Abo unterwegs waren. Auch die Anzahl der Neukundinnen und Neukunden ist mit etwa 700.000 ein gutes erstes Ergebnis.“ Im Zuge dessen werde man allerdings weiterhin gemeinsam mit Bund und Ländern über bundesweite Verbesserungen des ÖPNV-Angebots sprechen. Den handelnden Akteuren sei bewusst, dass das Deutschlandticket für viele Menschen, die vor Ort kein adäquates Bus- und Bahnangebot vorfinden, allein nicht ausreiche, um dauerhaft in den ÖPNV umsteigen zu können. Der Ausbau und die Modernisierung des ÖPNV-Gesamtsystems müssten ganz oben auf der politischen Agenda bleiben. „Wir brauchen neben dem Deutschland-Ticket auch das Deutschland-Angebot im ÖPNV“, so Wortmann.
Auch der VDV hat somit bislang keine Gegenrechnung vorgelegt, aus der entnommen werden könnte, ob das Deutschlandticket auch zu mehr Einnahmen im ÖPNV führt. Für wen sich das Deutschlandticket am Ende „rechnet“, muss sich noch zeigen.