Ohne das Deutschlandticket würden die individuellen Mobilitätskosten bei mehr als zwei Drittel der befragten Personen steigen (69,6 Prozent). Auch für den Klimaschutz ist das Deutschlandticket relevant: 41,7 Prozent der Befragten würden bei Abschaffung des Tickets häufiger das Auto nutzen. Rund ein Viertel der Befragten (24,7 Prozent) würden ihre Fahrten generell reduzieren.
Anstelle von Kürzungen im öffentlichen Nahverkehr brauche „es massive Investitionen in ein flächendeckendes und barrierefreies Angebot in ländlichen Räumen und in den Städten“, forderte das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende. Etwa die Hälfte der befragten Bürger würden den ÖPNV stärker nutzen, wenn es höhere Verlässlichkeit gäbe (49 Prozent), Bahn- und Busverbindungen ausgebaut werden (44,6 Prozent) und die Taktung verbessert wird (38,5 Prozent). Das Bündnis ergänzt: „Barrierefreiheit und angemessene Qualitätsstandards in Hinsicht auf Sauberkeit und Sicherheit müssen in den Verkehrsmitteln und an Haltestellen zur Selbstverständlichkeit werden. „Statt mehr für den ÖPNV zu tun, werden in vielen Regionen jedoch Verbindungen ausgedünnt“, kritisiert das Bündnis.
Das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende fordert Bund und Bundesländer dazu auf, sich auf eine auskömmliche und dauerhafte Finanzierung des ÖPNV zu einigen.